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Cistern

Die Cister (Cittern)
gibt es in vielen verschiedenen Bauformen und bildet eine eigene Instrumentenfamilie.

Zu den Cistern gehören

- english guitar (1750 - 1850)

- Flachmandoline (ca. 1895 Gibson)

- Mandola (ab 18. Jh)

- Hamburger Cithrinchen (ca. 1675 - 1750)

- Waldzither (beginn 20 Jh.)

- Orpheoreon (ca. 1700)

- Pandora (16. - 17. Jh)

- Irish Bouzouki seit den 1960er Jahren

Ursprünglich im 10. - 12. Jahrhundert von den Lauten abgeleitet erlebte sie in der Renaissance eine Hochzeit . Es war als recht leicht zu erlernendes Instrument weit verbreitet.

Cistern haben meißt eine offene Stimmung und sind chörig angelegt. Im Gegensatz zu den meisten Lauten, sind sie mit Metallsaiten ausgestattet. Die Anzahl der Saiten variiert und auch die Stimmung ist keinesfalls einheitlich.

Der meißt Tropfenförmige Korpus der Cister besitzt Zargen, die zum Hals hin höher werden. Das Schallloch ist oft mit einer Rosette geschmückt. Die Bünde sind fest im Griffbrett eingelassen. Der Hals ist für das Daumenspiel, unter dem Griffbrett, auf die Diskantseite versetzt. Auf der Rückseite des Wirbelkastens ist ein Haken um das Instrument aufhängen zu können. Die frühen Bauformen haben einen typischen Wulst links und rechts am Halseinsatz.




Geigen

Die Chöre werden mit der rechten Hand mit einem Plektrum oder einem Federkiel angeschlagen, die Linke Hand greift. Es gibt verschiedene Stimmungen bei Cistern, meist trifft man auf offene Stimmungen wie: cc ee gg c'c' e'e' g'g' (sechschörig); gelegentlich auch auf Mandolastimmungen. Während der Renaissance hatten Cistern meist vier (e'e' d'd' gg hh) bis zu zehn Chöre, moderne Varianten haben in der Regel fünf bis sechs.

Ursprünglich wurde die Cister zur mittelalterlichen Bordunspielweise verwendet, darauf deuten die so genannte italienische Stimmung (hh gg d'd' e'e') und die französische Stimmung (aa gg d'd' e'e') bei vierchörigen Cistern des 16. Jahrhunderts hin: Die Melodie wurde auf dem 4. oder 3. Chor gegriffen, dazu wurden als Bordun die jeweils zwei nächstunteren Chöre leer angeschlagen. In der Renaissancezeit entwickelte sich dann die polyphone Spielweise. Cistern können als reines Melodie-, als Begleitinstrument, aber auch als polyphones Soloinstrument verwendet werden.

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